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Grafik: Hessisches Netzwerk behinderter Frauen "Ist die Sexualität behinderter Frauen wirklich behindert?"

Eine Veranstaltung für Frauen und Männer mit und ohne Behinderung.

Wie lässt sich das Recht auf eine erfüllte Sexualität für Frauen mit den unterschiedlichsten Behinderungen verwirklichen? Das ist immer noch ein schwieriges Thema. Wenn sich auch schon sehr viel zu Gunsten behinderter Frauen verändert hat, so fühlen sich behinderte Frauen auch heute noch oft als Neutren behandelt und es entsteht der Eindruck, als wäre das wünschenswerte Ziel von Selbstbestimmung für behinderte Frauen, lediglich die Entscheidungsfreiheit, von welchen Personen sie gepflegt oder medizinisch versorgt werden sollen. Da ist von erfüllter Sexualität frei von Gewalt noch keine Rede. Genau diesem Thema wollen wir uns an diesem Abend widmen.

Je nach Behinderung entstehen bestimmte Einschränkungen Sexualität und Erotik zu leben. Umso schwerer die Behinderung, desto greifbarer sind die Probleme mit dem (Er)leben der individuellen Sexualität. In dieser Diskussionsrunde möchten wir der Frage auf den Grund gehen, warum das Thema Sexualität bei behinderten Frauen allgemein, vor allem bei Frauen mit schwerer körperlicher oder sogenannter geistiger Behinderung immer noch ein Tabu und so problembeladen ist. Wir wollen herausarbeiten, worin die Tabus bestehen, wie wir sie überwinden können, und wie wir behinderte Frauen motivieren können, sich positiv mit ihrer ganz individuellen Sexualität auseinander zu setzen. Denn: Die Tabus und Barrieren entstehen größten Teils in unseren Köpfen. Sie spiegeln nicht die tatsächlichen Möglichkeiten von betroffenen Frauen wider.

Anhand eines Berichtes von den Erotikworkshops im Institut zur Selbstbestimmung Behinderter (ISBB) Trebel sollen beispielhaft Möglichkeiten erörtert werden, wie behinderte Frauen neue Wege in ihrer eigenen Sexualität gehen können. Als Beispiel seien hier die erotische Alltagsgestaltung, spezielle Hilfsmittel aus dem Erotikhandel, oder kreatives Vorgehen bei der Konstruktion von anderen Hilfsmitteln, aber auch professionelle Hilfe durch Sexualbegleitung genannt. Was genau das ist, möchten wir an diesem Abend vorstellen.


Mehr Informationen zu Ort, Zeit, etc. unter Termine.