Hessisches Koordinationsbüro für behinderte Frauen
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Grafik: Schriftzug mit Logo Hessisches Koordinationsbüro für behinderte Frauen

Pressearchiv 2006

Grafik: Hessisches Koordinationsbüro für behinderte Frauen Behinderte Frauen mischen mit

Kassel (kobinet) Im Hessischen Koordinationsbüro mischen behinderte Frauen in unterschiedlichsten Bereichen mit. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul sprach mit Rita Schroll, der Leiterin des Koordinationsbüros über dessen Aktivitäten.

kobinet-nachrichten: Sie leiten das Hessische Koordinationsbüro für behinderte Frauen. Wie sieht das Koordinationsbüro aus und welche Angebote macht dieses genau?

Rita Schroll: Das Hessische Koordinationsbüro für behinderte Frauen vertritt durch aktive Mitarbeit in den verschiedensten hessischen frauen- und behindertenpolitischen Gremien die Interessen von Frauen mit Behinderung. Zudem ist es eine Anlaufstelle für Frauen mit und ohne Behinderung, sowie für unterschiedliche Einrichtungen, Verbände und Behörden.
Aus unserem umfangreichen Angebot sei hier nur eine kleine Auswahl genannt: - Befragungen zum Thema "Zugänglichkeit für Frauen mit Behinderung" von Frauenhäusern, Wildwasserberatungsstellen, Notrufberatungsstellen, Therapeutinnen und Besucherinnen von Rehakliniken. Die Ergebnisse sind auf unserer Internetseite veröffentlicht. - Die Herausgabe der ständig aktualisierten Bibliographie "Literatur von, für, über behinderte Frauen". - Eine Mailingliste, zum fachlichen Austausch von Frauen mit und ohne Behinderung.

kobinet-nachrichten: Welche Schwerpunkte zeichnen sich derzeit in Ihrer Arbeit ab?

Rita Schroll: Zur Zeit arbeiten wir in enger Zusammenarbeit mit dem Hessischen Netzwerk für behinderte Frauen an einer Umfrage bei hessischen Rechtsanwältinnen zum Thema "In wieweit sind Rechtsanwältinnen auf die Belange von Frauen mit Behinderung eingestellt?" Hier haben wir bereits eine gute Resonanz an Antworten erzielt.

Um die Situation, Möglichkeiten und Probleme von behinderten Frauen breiter in der Öffentlichkeit darzustellen, sammeln wir Erfahrungsberichte von Frauen mit Behinderungen in Hessen, die wir - gerne auch anonym - veröffentlichen.

Die Vorbereitung vom Hessentag - der vom 26.Mai bis zum 04. Juni 2006 in Hessisch Lichtenau stattfindet und bei dem wir am Stand des Landesfrauenrates vertreten sind, sowie die Organisation von zukünftigen Seminaren zum Beispiel zum Thema: "Brustselbstuntersuchung" sind einige unserer Aktivitäten, in deren Vorbereitung wir zur Zeit stecken.

Außerdem erwarten wir den angekündigten Entwurf eines reformierten Hessischen Gleichberechtigungsgesetzes, um in einer Stellungnahme die Sicht und die Interessen von Frauen mit Behinderung zu benennen.

kobinet-nachrichten: Wenn behinderte Frauen bei Ihnen mitmachen wollen, wo bieten sich da Möglichkeiten?

Rita Schroll: Wer uns unterstützen möchte, kann uns zum Beispiel eine Anwältin für unsere Befragung empfehlen, unsere Sammlung von Erfahrungsberichten mit einem Bericht zu einem interessanten Thema erweitern oder mit mir Kontakt aufnehmen, damit wir gemeinsam Ideen der Zusammenarbeit entwickeln können. Unser nächstes Angebot ist ein Seminar zum Thema: "Nicht jede Frau möchte einen Mann! Behindert und nicht hetero" am 13.05.2006. Es sind noch Plätze frei.

kobinet-nachrichten: Vielen Dank für das Interview.

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