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Grafik: Schriftzug mit Logo Hessisches Koordinationsbüro für behinderte Frauen

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Grafik: Hessisches Koordinationsbüro für behinderte Frauen Befragung von Menschen mit Behinderung nach Ihren Erfahrungen in Rehakliniken



1. Name und Anschrift der Rehaklinik?

    Fachklinik St. Georg
    Frowin-von-Hutten-Straße 18
    63628 Bad Soden-Salmünster

    Tel.: 06056 / 732-0
    Fax: 06056 / 732-732
    E-Mail: -
    Internet: www.stgeorg-klinik.de


2. Indikationsdiagnose?

    - Allgemeine Erschöpfungszustände nach längerer
      medikamentöser Behandlung.
    - Stoffwechselprobleme


3. Was ist der Schwerpunkt der Therapie, wie das
    Behandlungskonzept: ganzheitlich, spiritueller Ansatz
    (z.B. Meditation) etc.?


    Es wird viel fürs gut gehen gemacht.


4. War die Beratung vor dem Klinikaufenthalt zufrieden
    stellend, freundlich, zugewandt, verständnisvoll, etc.?


    Vor der Kur fand keine Beratung statt. Der Chefarzt ist vor
    allem von sich selbst überzeugt. Die Schmerzen und andere
    Beschwerden werden verniedlicht (also weniger ernst
    genommen). Die nötigen Behandlungen wurden aber
    verordnet und durchgeführt.


5. Welche Behinderung haben Sie?

    Gang- und Sprachstörungen und Gleichgewichtsstörungen
    nach toxischer Kleinhirnschädigung. Muskelschwäche und
    Beinverkürzung links mit Spitzfußstellung nach Polio.


6. Benutzten Sie z.B. einen Rollstuhl oder andere
    Hilfsmittel?


    Orthopädische Schuhe.


7. Wenn aufgrund der Behinderung zusätzliche
    persönliche Hilfen notwendig waren, gab es hier
    Unterstützung von der Rehaklinik?


    -


8. Wenn Sie Hilfe bei der Intimpflege durch das Klinik-
    personal benötigten, konnten Sie das Geschlecht der
    ausführenden Person bestimmen?


    -


9. Gab es Einschränkungen in der Reha aufgrund der
    vorhandenen Behinderung? Wenn ja, welche?


    Nein.


10. Gab es in der Klinik zusätzliche Serviceangebote für
       Menschen mit Behinderung? Z.B. Hilfe bei der
       Orientierung in der Klinik und im Kurort.


       Der Chefarzt hat mit einfachen Wörtern medizinische
       Begriffe erklärt. Er hat sich um eine positive und heitere
       Atmosphäre bemüht.


11. Konnten Sie die Freizeitangebote der Klinik nutzen?

        Kunst- und Bastelkurse.


12. Wie verhält sich die Klinik gegenüber eventuellen
       Begleitpersonen? Kooperativ, was Unterbringung
       und Finanzierung anbelangt oder ablehnend, bzw.
       abweisend?


        Für Begleitpersonen wurde beim Transport durch das
        Klinikpersonal zur Kurklinik und zurück nach Hause eine
        Gebühr von 25,-- Euro erhoben. Für Kurgäste ist der
        Transport kostenlos. Die anderen Kosten waren genau so
        hoch wie bei Kurgästen.


13. Falls Sie einen Blindenführhund haben, darf dieser
       mitgebracht werden? Wenn ja, entstehen zusätzliche
       Kosten? In welcher Höhe?


       Ich selbst hatte keinen Blindenführhund.
       Wegen möglicher allergischen Reaktionen anderer Gäste
       und der Hygiene dürfen keine Blindenhunde mitgebracht
       werden.


14. Falls Sie aufgrund Ihrer Hörbehinderung eine/n
       DolmetscherIn benötigen, entstehen für Sie
       zusätzliche Kosten? Wenn, in welcher Höhe?
       Wird eine Kostenübernahme von anderen Stellen
       übernommen?


       -


15. Waren alle Bereiche der Klinik für Sie trotz Ihrer
       Behinderung zugänglich und nutzbar? Wenn nein,
       welche Barrieren gab es?


        WC und Dusche, denn diese Nasszelle lag etwa 25 cm
        höher als das restliche Zimmer. Zur Dusche gab es eine 8
        cm hohe Barriere. Wegen massiver Gleichgewichts-
        störungen ohne orthopädische Schuhe war das Überwinden
        der Barrieren nur mit festhalten möglich. (Ich persönlich fand
        es nicht so schlimm, weil es für mich gleichzeitig Training
        des Gleichgewichtssinnes war).


16. Gibt es weitere Erfahrungen, die Sie anderen
       PatientInnen mit Behinderung mitteilen möchten?


        Zwei Rampen entsprechen nicht den neuen Bauver-
        ordnungen (über 4% Steigung). Da nützen auch die versetzt
        angebrachten Geländer wenig, weil eins davon sportliche
        Leistungen voraussetzt. Die Durchgänge zu den Theken und
        Tischen in den Speisesälen sind zu schmal. Rollstuhlfahrer-
        innen und Rollstuhlfahrer hätten auch Probleme mit zu hohen
        Theken in den Speisesälen und der Rezeption. Zudem gab
        es keine Braille-Orientierungshilfen für Blinde und keine
        Induktionsschleifen und Gebärdendolmetscher.



Wir weisen darauf hin, dass die Ergebnisse unserer Befragung auf den subjektiven Erfahrungen von einzelnen BesucherInnen der entsprechenden Klinik beruhen. Die Antworten der TeilnehmerInnen an unserer Befragung wurden anonymisiert und ohne redaktionelle Bearbeitung veröffentlicht.

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