Hessisches Koordinationsbüro für behinderte Frauen
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Grafik: Hessisches Koordinationsbüro für behinderte Frauen Frauenhäuser auch für behinderte Frauen zugänglich machen

Kassel (kobinet) Anlässlich des internationalen Tages "Gegen Gewalt an Frauen", der jährlich am 25.11. stattfindet, setzt sich das Hessische Koordinationsbüro für behinderte Frauen dafür ein, dass Frauenhäuser für behinderte Frauen zugänglicher werden.

So befragte das Hessische Koordinationsbüro für behinderte Frauen zum Beispiel 19 hessische Frauenhäuser zur Nutzbarkeit und Zugänglichkeit dieser Einrichtungen für Frauen mit Behinderung. "Damit ein Frauenhaus auch für Frauen mit Behinderung ein adäquater Schutzraum sein kann, werden - je nach Behinderung der Frau - unterschiedliche Voraussetzungen und Hilfsangebote benötigt. So ist für eine Frau, die einen Rollstuhl nutzt, die Zugänglichkeit des Hauses Grundvoraussetzung. Dies ist lediglich beim Frauenhaus Kassel gewährleistet", erklärte Rita Schroll, Leiterin des Hessischen Koordinationsbüros für behinderte Frauen. "Wir haben ein rollstuhlgerechtes Zimmer, dass ständig belegt ist", so Eva Mitarbeiterin im Frauenhaus Kassel.

Blinde und sehbehinderte Frauen hingegen benötigen - um alleine zurechtzukommen - anfangs Hilfe bei der Orientierung im Haus. Diese Hilfen können sie in neun hessischen Frauenhäusern erhalten. "Das Unterstützungsangebot für Frauen mit Behinderung ist in Frauenhäusern leider noch lückenhaft, doch sind - so meine Erfahrungen - die Mitarbeiterinnen in den Frauenhäusern bemüht, den nach Unterstützung suchenden Frauen mit Behinderung im Rahmen ihrer Möglichkeiten die benötigte Hilfe zukommen zu lassen", resümiert Rita Schroll das Ergebnis der Umfrage.

Auffallend und unverständlich zugleich empfand Schroll jedoch die großen Informationsdefizite die in Bezug auf das Können und Zurechtkommen von Frauen mit Behinderung bei einer Vielzahl von Frauenhausmitarbeiterinnen vorhanden ist. Darum empfiehlt sie allen nach Unterstützung suchenden Frauen mit Behinderung zu Anfang möglichst genau zu benennen, welche zusätzliche Unterstützung sie aufgrund ihrer Behinderung benötigen.

"Zwar sind wir selbst auch nicht zufrieden mit dem Unterstützungsangebot, das wir Frauen mit Behinderung geben können, jedoch möchten wir alle behinderten Frauen ermutigen, sich bei Notwendigkeit an das örtliche Frauenhaus zu wenden", führt Birgit Burghardt, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft der hessischen Frauenhäuser an. "Bisher konnten wir für jede Frau mit Behinderung die sich an uns gewandt hat, eine individuelle Lösung finden", ergänzt Burghardt.

Die detaillierten Ergebnisse der Umfrage gibt's auf der Internetseite des Hessischen Koordinationsbüros für behinderte Frauen unter www.fab-kassel.de/hkbf/hkbf.html in der Rubrik Befragungen/Berichte. omp

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