Hessisches Koordinationsbüro
für behinderte Frauen

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Befragung von Menschen mit Behinderung nach Ihren Erfahrungen in Rehakliniken
1. Name und Anschrift der Rehaklinik?
Klinik Rhön
Kurhausstr. 10
Bad Kissingen
2. Indikationsdiagnose?
Erschöpfung, Stress, Depression, Migräne, Psychosomatik.
3. Was ist der Schwerpunkt der Therapie, wie das
Behandlungskonzept: ganzheitlich, spiritueller Ansatz
(z.B. Meditation) etc.?
Schulmedizinisch (geben sehr bereitwillig Antidepressiva,
respektieren aber Entscheidung der PatientInnen, drängen
in
der Regel nicht auf), psychosomatisch; tiefenpsychologisch
orientiert; Angebote: Gruppentherapie, Einzelgespräche,
Gestaltungstherapie, Autogenes Training, Progressive
Muskelentspannung, Terraintraining, Körperwahrnehmung,
Diätberatung; Massage; Sportgruppe, Krankengymnastik
...
Also ein sehr klassisches Angebot.
4. War die Beratung vor dem Klinikaufenthalt zufrieden
stellend, freundlich, zugewandt, verständnisvoll, etc.?
Sehr freundlich, zugewandt, auf die individuellen Bedürfnisse
eingehend, verständnisvoll, kooperativ, positiv bestärkend.
5. Welche Behinderung haben Sie?
Halbseitige spastische Lähmung.
6. Benutzten Sie z.B. einen Rollstuhl oder andere
Hilfsmittel?
Nein.
7. Wenn aufgrund der Behinderung zusätzliche
persönliche Hilfen notwendig waren, gab es hier
Unterstützung von der Rehaklinik?
Ja. Mir wurde das Essen extra zubereitet und ich bekam
Unterstützung das Ganze so zu gestalten, dass es mir
damit
gut ging. In den einzelnen Anwendungen wurde genau hinge-
guckt und abgefragt, ob und was ich brauche, um gut daran
teilhaben zu können.
8. Wenn Sie Hilfe bei der Intimpflege durch das Klinik-
personal benötigten, konnten Sie das Geschlecht der
ausführenden Person bestimmen?
Da ich keine Pflege brauche, weiß ich das nicht. Da
es aber
kein gesondertes Pflegepersonal außer Stationsschwester
gab, stell ich mir die Pflegeorganisation schwierig vor.
Es gibt
aber Patientenzimmer, die miteinander verbunden werden
können, so dass es theoretisch, baulich möglich
wäre, mit
Assistenz/ Pflege dort hinzukommen. In wieweit es darin
Kooperationsbereitschaft gibt, weiß ich nicht.
9. Gab es Einschränkungen in der Reha aufgrund der
vorhandenen Behinderung? Wenn ja, welche?
Ich bin nach einiger Zeit aus der Sportgruppe raus und habe
nicht an der Rückengymnastiksgruppe teilgenommen, weil
es
mir körperlich zuviel war.
10. Gab es in der Klinik zusätzliche Serviceangebote für
Menschen mit Behinderung? Z.B. Hilfe bei der
Orientierung in der Klinik und im Kurort.
Nein, keine generellen. Es wurde bei mir individuell
geschaut, wer vom Personal mir das geben kann,
was ich
brauche.
11. Konnten Sie die Freizeitangebote der Klinik nutzen?
Hätte ich gekonnt. Hatte aber kein Bedarf.
Haben wir selber
organisiert.
12. Wie verhält sich die Klinik gegenüber eventuellen
Begleitpersonen? Kooperativ, was Unterbringung
und Finanzierung anbelangt oder ablehnend,
bzw.
abweisend?
Habe ich keine Erfahrung. Da die Klinik aber
Zimmer hat,
die auf Begleitung ausgelegt sind, vermute
ich, dass sie sich
eher kooperativ verhält. Gegenüber
Besuch von Familienmit-
gliedern waren sie sehr offen.
13. Falls Sie einen Blindenführhund haben, darf dieser
mitgebracht werden? Wenn ja, entstehen zusätzliche
Kosten? In welcher Höhe?
Weiß ich nicht.
14. Falls Sie aufgrund Ihrer Hörbehinderung eine/n
DolmetscherIn benötigen, entstehen für
Sie
zusätzliche Kosten? Wenn, in welcher Höhe?
Wird eine Kostenübernahme von anderen
Stellen
übernommen?
-
15. Waren alle Bereiche der Klinik für Sie trotz Ihrer
Behinderung zugänglich und nutzbar? Wenn
nein,
welche Barrieren gab es?
Ja. Aber für Rollifahrerinnen ist das
Schwimmbad nicht
zugänglich, da es sich auf einer Zwischenetage
befindet.
Evtl. ist das Schwimmbad der Schwesterklinik
zugänglich.
Bei den Massagebanken und dem Schwimmbecken
gab es
keine Hebelifte.
16. Gibt es weitere Erfahrungen, die Sie anderen
PatientInnen mit Behinderung mitteilen möchten?
-
Wir weisen darauf hin, dass die Ergebnisse unserer Befragung auf den
subjektiven Erfahrungen von einzelnen BesucherInnen der entsprechenden Klinik beruhen.
Die Antworten der TeilnehmerInnen an unserer Befragung wurden anonymisiert und ohne redaktionelle Bearbeitung veröffentlicht.
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