Grafik: Assistenz Zeitung "SELBSTBESTIMMT LEBEN"


Hier finden Sie im Archiv die alten Ausgaben der Zeitung "SELBSTBESTIMMT LEBEN (ehemals "Aufstand der Betreuten")


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Liebe Leserinnen und Leser,

nach der Ferienzeit sorgen wir dafür, dass sich der Terminkalender wieder füllt. So sind hier beispielsweise ein Informations- und Beratungstag zum Persönlichen Budget (16.10.), eine Tagesveranstaltung zu Behinderung und Identität mit Vicki und Bill Bruckner aus den U.S.A. (02.10.) oder ein Erich-Kästnerabend, gelesen von Helga Weber (11.11.), zu nennen. Bei „Bunt Vermischtes“ werden anhand des Beispiels von Karsten Eckhardt Erfahrungen mit dem Persönlichen Budget beschrieben und in einem Bericht geht es um Aktivitäten behinderter Mädchen beim Girls´Day.

Viel Spaß beim Lesen

Birgit Schopmans
(für die Redaktion)

 

Donnerstag im freiRAUM
Friedrich-Ebert-Str. 92, Kassel
Beginn: 19.30 Uhr


Do., 26.08.2010
Offene Bühne

An diesem Donnerstag im freiRAUM tragen unbekannte Künstlerinnen und Künstler Musikalisches oder Literarisches vor. Diesmal haben wir heitere und ernste Texte und etwas aus der Sparte Phantasie dabei. Das ein oder andere Selbstgeschriebene handelt auch von den eignen Erfahrungen mit einer Behinderung.
Als musikalische Beiträge wird es wieder Stücke von verschiednen Liedermachern begleitet durch Gitarre und Okulele geben.
Wir hoffen, viele an diesem Abend zu treffen, die die Vielfalt der Worte und Klänge auf sich wirken lassen. Lasst Euch, lassen Sie sich überraschen!

Veranstalter: fab e.V. in Kooperation mit dem Kasseler Behindertenbeirat.


Do., 30. Sept. 2010
Zur Situation von Menschen mit Behinderung in den USA
Vortrag und Diskussion mit Victoria und Bill Bruckner

Victoria und Bill Bruckner sind Menschen mit Behinderungen, die in der amerikanischen Independent Living Bewegung seit über 20 Jahren aktiv mitwirken. An diesem Abend berichten sie über die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung in Amerika. Sie beleuchten u.a. die Themen persönliche Assistenz, Krankenversicherung, Wohnen und Wohnformen sowie weitere soziale Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderung. Die Situation soll kritisch unter die Lupe genommen werden. Zudem gibt es im Anschluss die Gelegenheit zu einer Diskussion und zum Vergleich mit unseren Verhältnissen in Deutschland.

Für einen Dolmetscher ist an diesem Abend gesorgt.


Do., 11. Nov. 2010
Erich Kästner - Abend

Wir alle kennen Erich Kästner als Autor wunderbarer Kinderbücher.

Daneben und eigentlich vor allem gibt es aber noch den Kästner für Erwachsene, der humorvoll sein kann, aber auch beißend ironisch, manchmal sogar zynisch.
Den Zeitgeist der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat kaum jemand so präzise wie er mit feinen Operationsmessern seziert. Als Moralist hält er seiner Umgebung den Spiegel vor, als kritischer Intellektueller kämpft er für eine bessere, eine humane Welt und muss schließlich doch vor der Ignoranz seiner Zeitgenossen kapitulieren.

Diesen Kästner, der neben Tucholsky der vielleicht bedeutendste zeitgenössische Satiriker ist, will Helga Weber Ihnen im Rahmen ihrer Lesung am 11. November vorstellen.



 

Veranstaltungen, Freizeit– und Gruppenangebote

regelmäßige Freizeitangebote



Offenes Frühstück für Menschen mit Behinderungen

Do., 09.09.2010 um 10.30 Uhr
Do., 07.10.2010 um 10.30 Uhr
Do., 11.11.2010 um 10.30 Uhr

Ort: café freiRAUM, Friedrich-Ebert-Str. 92, Kassel

Birgit Schopmans und Deniz Kürtoglu laden zum Offenen Frühstück ein.

Wie wäre es, mitten in der Woche, in Gesellschaft mit anderen netten Leuten, gemütlich zu frühstücken? Mitzubringen sind nur etwas Hunger, Kaffee- oder Teedurst und der Wunsch, sich vielleicht mit dem Tischnachbarn / der Tischnachbarin in ein Gespräch verwickeln zu lassen. Kostenbeitrag: 2,- bis 4,- € nach Selbsteinschätzung.

Bitte einen Tag vorher unter Tel.: 05 61 / 7 28 85 - 24 oder per E-Mail Birgit.Schopmans@fab-kassel.de anmelden!

 

 

Offenes Café für Menschen mit und ohne Behinderungen

Jeden Montag ab 15 Uhr!

Ort: café freiRAUM, Friedrich-Ebert-Str. 92, Kassel

Jeden Montagnachmittag sind Menschen mit und ohne Behinderungen herzlich ins café freiRAUM eingeladen. Beim Offenen Café können Menschen jeden Alters miteinander ins Gespräch kommen.
Im café freiRAUM gibt es Tee, Kaffee, kalte Getränke und ein wechselndes Kuchenangebot zu günstigen Preisen. Immer am 2. Montag im Monat gibt es sogar Livemusik (Saxophon) und frische Waffeln!

Infos: Angela Heitbrink, fab e. V. unter 05 61 / 7 28 85 - 12,
Angela.Heitbrink@fab-kassel.de oder 05 61 / 7 28 85 - 0.





Offener Stammtisch

Do., 30.09.2010 um 19.00 Uhr
Do., 28.10.2010 um 19.00 Uhr

Ort: Allegro-Restaurant, Friedrich-Ebert-Str. 78, Kassel

Werner Lindenborn und Stefan Collet laden zum „Offenen Stammtisch für behinderte und chronisch kranke Menschen“ ein. Wir hoffen auf Eure / Ihre zahlreiche Teilnahme und freuen uns darauf viele bekannte und neue Leute zu treffen, interessante Gespräche zu führen, edle Speisen und Getränke genießen zu können und Spaß miteinander zu haben...
Nähere Informationen: Werner Lindenborn, Tel.: 05 61 / 8 51 65!




Doppelkopfabend

Di., 14.09.2010 um 19.00 Uhr
Di., 28.09.2010 um 19.00 Uhr
Di., 12.10.2010 um 19.00 Uhr
Di., 26.10.2010 um 19.00 Uhr
Di., 09.11.2010 um 19.00 Uhr

Ort: café freiRAUM, Friedrich-Ebert-Str. 92, Kassel

Wir bieten im café freiRAUM einen Doppelkopfabend an. Dieser Termin findet in der Regel jeden 2. und 4. Dienstag im Monat um 19 Uhr statt. Wie wäre es sich mitten in der Woche gemeinsam mit anderen netten Leuten zu treffen und in einer gemütlichen Runde miteinander Doppelkopf zu spielen? Hast Du Lust, dann komm doch einfach mal vorbei. Mitzubringen sind nur gute Laune, Spaß am Doppelkopf spielen und falls vorhanden ein Kartenspiel für Doppelkopf: Wir freuen uns über jeden, der uns besuchen kommt und Lust hat mitzuspielen!!!

Nähere Informationen könnt Ihr bei Deniz Kürtoglu unter der Nummer
05 61 / 7 28 85 - 50
oder 0 15 77 / 9 27 06 11 erhalten!




„Wir essen uns um die Welt“

... und laden Euch alle herzlich dazu ein.
In der Regel am 2. Sonntag im Monat steht ein Land kulinarisch-kulturell im Mittelpunkt. Wir werden ausgewählte Spezialitäten des jeweiligen Landes zubereiten.
Im Preis von 9,50 € ist ein landestypisches Getränk inklusiv.

Vegetarier bitte unbedingt bei der Anmeldung fleischlose Kost bestellen.

Einlass: ab 17:00 Uhr
Beginn: 18:00 Uhr
Ort: café freiRAUM, Friedrich-Ebert-Str. 92, Kassel

Anmeldung:
Telefonr.: 05 61 / 5 20 70 70 Petra Linsel und Udo Kares (bitte auch auf den Anrufbeantworter mit Rückrufnummer sprechen)
E-Mail: weltessen@gmx.de

So., 12.09.2010 ab 17.00 Uhr
Mexiko

Anmeldeschluss: Di., 07.09.2010

So., 10.10.2010 ab 17.00 Uhr
Essen aus 1001 Nacht

Anmeldeschluss: Di., 05.10.2010




Freizeitgruppe

Deniz Kürtoglu und Stella Auer laden zu den nächsten Terminen der Freizeitgruppe ein. Neueinsteiger sind herzlich willkommen. Fragen zu den Veranstaltungen beantwortet Deniz Kürtoglu unter: 01577 / 9 27 06 11 oder Stella Auer 01578 / 615 18 32. Anmeldungen könnt Ihr auch telefonisch in der Zentrale tätigen, Tel.: 0561 / 72 88 50.
Die nächsten Treffen sind am: :

Fr., 24.09.10: Eis essen
Treffpunkt:
18.00 Uhr vor dem barrierefreien Eingang des City Point am Königsplatz.
Wir möchten nach dem Ende des Sommers noch gerne mit euch im City Point Eis essen gehen.

Fr., 22.10.10: Kegeln
Treffpunkt:
16.50 Uhr
Vor dem Eingang der Bowling und Kegelarena Auepark Kassel, Damaschkestr.. Wer Lust auf eine Kegelrunde in netter Gesellschaft hat ist herzlich eingeladen mit uns zur Kegelgruppe der Behindertensportgemeinschaft zu kommen. Der Eintritt ist frei, es sollten saubere Sportschuhe mitgebracht werden, sonst können sie vor Ort gegen eine kleine Gebühr ausgeliehen werden.

 

 

Veranstaltungen


Kennenlerntreffen für Interessierte am neuen Wohnprojekt

Sa., 11.09.2010, 15.00 Uhr, Kastenalsgasse 2, Fortschritt-Kassel e.V.

Nachdem wir nun bei dem ersten Treffen uns eine mögliche Wohngegend angeschaut haben und gemeinsam auf dem Stadtfest waren, laden wir wieder ganz herzlich zu unserem nächsten Treffen ein.

Wir sind bisher noch eine kleine Gruppe von jungen Menschen mit Behinderungen, die das gleiche Ziel haben, irgendwann eine geeignete Wohnung entweder gemeinsam oder auch alleine zu finden.
Bei den Treffen wollen wir Antworten auf Fragen finden wie:

Wie will ich wohnen?
Wie geht das eigentlich?
Was gibt es für Möglichkeiten?
Wie erreiche ich das?

Damit das auch Spaß macht, wollen wir beim nächsten Treffen gemeinsam Pizza backen. Deswegen bitte ich bis spätestens 08.09.10 um eine Anmeldung, entweder per E-Mail: wohnprojekt@fab-kassel.de oder telefonisch unter: 0561 / 9 70 82 46.
Wir würden uns sehr über neue Interessenten freuen!
Bis dahin
Janine Vater



Die eigene Persönlichkeit als Mensch mit Behinderung stärken

Sa., 02.10.2010 Tagesveranstaltung
Referenten: Victoria und Bill Bruckner

Tagesveranstaltung des fab e.V.
am 2.Oktober 2010
von 10.00 – 16.30 Uhr
im Zentrum für selbstbestimmtes Leben
Kölnische Str. 99, Kassel


Behinderte Menschen wachsen in einer Welt der Nichtbehinderten auf. Für viele von uns gilt immer noch, dass wir als kranke, hilfsbedürftige und abhängige Menschen gelten. Personen, die nicht in der Lage sind ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Ohne dass man es bewusst steuert, kann das Bild von Außen zum eigenen Bild von sich werden.
Im Mittelpunkt dieser Tagesveranstaltung soll der aktive und kreative Weg stehen, den wir gegangen sind oder noch gehen, um unsere eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Dabei soll geschaut werden, was wir selbst zur Stärkung tun können bzw. inwieweit uns der Austausch mit anderen behinderten Menschen hilft, die eigene Persönlichkeit zu finden, losgelöst von den gesellschaftlichen Zuschreibungen.

Referenten: Victoria und Bill Bruckner, langjährige Aktivisten aus der behinderten Bewegung in den USA.
Während der Veranstaltung ist ein Dolmetscher anwesend!

Wichtige Informationen:
Während der Veranstaltung stellt der fab e.V. Obst, Gebäck und Getränke zur Verfügung. Um den etwas größeren Hunger in der Mittagspause zu stillen, möge bitte jede/jeder selbst etwas mitbringen.

TeilnehmerInnenbeitrag:
20,- Euro, ermäßigt 15,- Euro

Eine verbindliche Anmeldung kann ab sofort bei Birgit Schopmans per Telefon oder Mail erfolgen:
Tel.: 0561 – 7 28 85 24
E-Mail: birgit.schopmans@fab-kassel.de

Anmeldeschluss ist der 9.September 2010


Maximal können 18 Personen teilnehmen, daher bitte schnell anmelden!




Fachtagung:
„Verhinderung sexueller Gewalt in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen“

Fr., 08. Oktober 2010
Hessisches Ministerium des Innern und für Sport, in Wiesbaden

Die Tagung soll dazu beitragen, eine offene Auseinandersetzung mit dem Thema zu führen und mit den Betroffenen und allen Beteiligten im Bereich der Behindertenhilfe
sowie der Schulen Lösungsmöglichkeiten und konkrete Schritte hin zu einer Gewaltprävention zu entwickeln.

Eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit, dem Hessischen Netzwerk behinderter Frauen, dem Hessischen Kultusministerium, dem Beauftragten der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, der LAG Wohnen sowie der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen in Hessen.

Infos und Anmeldung bis 10.09. bei:
Frau Sonja Andrä-Rudel, Hessisches Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit, Tel.: 0611 / 8 17 36 61, E-Mail: sonja.andrae-rudel@hmafg.hessen.de




Informations- und Beratungstag zum Persönlichen Budget beim fab e.V.

Sa., 16.10.2010

ZSL, Kölnische Str. 99, 34119 Kassel
Anmeldeschluss: 11. Oktober 2010
Nähere Infos siehe unter: Bunt Vermischtes




Mund auf und durch“
Durchsetzungs- und Überzeugungsstrategien im beruflichen Alltag für Frauen mit und ohne Behinderung

Dienstag, 23. November 2010, 10.00 - 17.30 Uhr

Tagesseminar in Marburg

In diesem Seminar lernen Sie, sich in Gesprächen, Verhandlungen und Besprechungen nicht von Ihrem Ziel abbringen zu lassen. Sie wenden Strategien an, mit denen Sie Situationen schon im Vorfeld positiv beeinflussen können und haben die Möglichkeit, Ihre eigenen und ganz individuellen „Notfallstrategien“ zu erarbeiten und zu üben.

Veranstaltungsort:
Kreisverwaltung Marburg-Biedenkopf
Im Lichtenholz 60, 35043 Marburg
Raum U 057 (Untergeschoss, rollstuhlzugänglich)

Referentin:
Sabiene Döpfner, Trainerin und Coach, langjährige Leiterin von Frauenseminaren, Gießen

Teilnahmegebühr:
39,00 Euro (Ermäßigung für nicht erwerbstätige Frauen mit Behinderung möglich.)

Eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Frauenbüro des Landkreises Marburg-Biedenkopf
und dem Hessischen Koordinationsbüro für behinderte Frauen.

Anmeldeschluss: 04.11.2010

Anfragen nach Ermäßigung und nähere Infos:
Hessisches Koordinationsbüro für behinderte Frauen, Tel.: 0561 / 7 28 85 22, E-Mail: hkbf@fab-kassel.de.




Auszug aus der Rubrik „Leben mit Behinderungen“
der vhs Region Kassel

Vorbemerkung zu Ermäßigungen:
SGB II / Arbeitslosengeld II-Empfängern und SGB XII-Empfängern (Grundsicherung wegen Erwerbsunfähigkeit oder Alter) wird gegen Nachweis eine Ermäßigung von 50% auf das Kursentgelt gewährt.

Spaß durch Bewegung - Tänze für alle
Mo., 13.09. – Mo., 29.11.2010

F2350
Dozent: Jens Habicht
45,00 Euro

Blindenschrift – Grundkurs für Blinde und hochgradig Sehbehinderte
Di., 14.09. – Di., 25.01.2011

F4786
Dozentin: Birgit Riester
67,50 Euro

Medienwerkstatt – Dieser Kurs richtet sich auch an Menschen mit einer
sogenannten geistigen Behinderung oder einer Lernbehinderung
Mi., 15.09. – Mi., 17.11.2010

F2615
Dozent: Stefan Köhler
40,50 Euro

Sich gut präsentieren – Selbstmarketing für Frauen mit und ohne Behinderung
Sa., 02.10. – So., 03.10.2010

F5031
Dozentin: Petra Pardun
55,00 Euro

LaMeng – Theater aus dem Handgelenk – Eine Einführung in Theater aus dem Stehgreif (Integratives Theater)
Fr., 29.10. – So., 31.10.2010

F2103
Dozent: Markus Hühn
55,00 Euro

Blindenschrift für Sehende
Fr., 29.10. – Sa., 30.10.2010

F4785
Dozentin: Birgit Riester
18,00 Euro

Workshop: Erfahrungen im Rollstuhl und Informationen über den Alltag mit einer Körperbehinderung.
Selbst erleben und nicht nur darüber reden – Für alle Interessierten und Kursleitungen der vhs
Sa., 30.10.2010

F1644
Dozentin: Gudrun Waßmann
13,50 Euro

Wendo – Selbstverteidigung für Mädchen und Frauen mit Behinderung
Sa., 13.11. – So., 14.11.2010

F3443
Dozentin: Irmtraud Schwager
80,00 Euro

Veranstaltungsort:
Vhs, Wilhelmshöher Allee 19 – 21, Kassel

Zu allen vhs-Kursen können Sie sich bei folgenden vhs-MitarbeiterInnen anmelden:

Elfriede Schäth
Tel.: 0 56 92 – 9 87 31 93
elfriede.schaeth@landkreiskassel.de

Gerhard Klingelhöfer
Tel.: 05 61 – 10 03 16 70
gerhard.klingelhoefer@landkreiskassel.de

Nähere Kursausschreibungen unter www.vhs-region-kassel.de oder im vhs-Programm.





Bunt Vermischtes



Informations- und Beratungstag zum Persönlichen Budget beim fab e.V.

Sa., 16.10.2010

Seit Januar 2008 gibt es einen Rechtsanspruch auf ein trägerübergreifendes Persönliches Budget (§ 17 Abs. 2 – 4 SGB IX). Der fab e.V. betreibt im Auftrag der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben – ISL e.V. das bundesweite Beratungstelefon zum Persönlichen Budget und hat dadurch vielfältige Erfahrungen mit dieser Leistungsform gemacht.

Am Samstag den 16.10. bietet der fab e.V. einen Beratungstag zum Persönlichen Budget an. Dabei gibt Uwe Frevert, Berater beim bundesweiten Beratungstelefon zum Persönlichen Budget in der Zeit von 11.00 – 13.00 Uhr einen Überblick über die bisherigen Erfahrungen mit dem Persönlichen Budget. Dieser Teil ist offen für alle interessierten Personen.

Ab 13.00 Uhr gibt es für behinderte Menschen die Möglichkeit einer Einzelberatung.

Wir bitten alle an dieser Veranstaltung interessierte Personen sich bis zum 11.10. bei Pandelis Chatzievgeniou unter 0561 7 28 85 - 51 oder pandelis.chatzievgeniou@fab-kassel.de anzumelden. Bitte auch mit angeben, ob an diesem Tag eine Einzelberatung erwünscht ist. Falls Hilfsmittel, wie z.B. eine Höranlage benötigt werden, bitte ebenfalls angeben.

Hintergrund:
Dieser Informationstag findet in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Persönliches Budget des Paritätischen Wohlfahrtsverbands statt und ist Teil eines bundesweiten Budgettages, bei dem die Beratungsstellen zum Persönlichen Budget ihre Türen öffnen. Dabei geht es auch darum öffentlich die Notwendigkeit einer guten Beratung und Unterstützung bei der Beantragung und dem Umgang mit dem Persönlichen Budget deutlich zu machen. Die Schirmherrschaft für diesen Budgettag übernimmt die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Dr. Ursula von der Leyen.




Erfahrungen mit dem Persönlichen Budget:
Ein Vorkämpfer mit dem Hang zur Freiheit

Er ist kein Pioniertyp. Auf den ersten Blick. Karsten Eckhardt sitzt wegen einer Muskelschwäche im elektrischen Rollstuhl. Ein Beatmungsgerät gibt regelmäßig zischende Geräusche von sich und pumpt direkt über einen Luftröhrenschnitt Luft in seine Lunge. „Das ist halt so“, sagt er lapidar über seine Situation. Die Augen hinter seiner modischen Brille lächeln verschmitzt, wenn er über seine Pioniertat gemeinsam mit Petra Friedrich vom Integrationsamt des LWV Hessen berichtet. Schon seit Sommer 2006 lebt er mit einem persönlichen Budget. „Haben wir gekämpft!“, erinnert sich die Regionalmanagerin Friedrich. Eineinhalb Jahre, bevor der Anspruch auf ein persönliches Budget gesetzlich verbrieft wurde, begaben sich die beiden auf bis dahin für sie unbekanntes Terrain.

„Ich bin ziemlich aktiv, was die Behindertenarbeit angeht, und bin selbst als Vorsitzender des Landesverbandes Hessen der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke ehrenamtlich tätig. Da hatte ich von der Möglichkeit gehört, mit einem persönlichen Budget mein Leben selbstständiger zu gestalten.“ So ein Satz dauert bei Karsten Eckhardt etwas länger, denn zwischendurch muss er immer wieder auf Luft aus dem Beatmungsgerät warten. Doch das hindert ihn nicht, mit Energie an die Dinge heranzugehen. So sprach er im Frühjahr 2006 Petra Friedrich im Integrationsamt an, das schon für seine Assistenz und die Ausrüstung an seinem Arbeitsplatz als Vollzeit-Verwaltungsfachangestellter im Hessischen Amt für Versorgung und Soziales Kassel zuständig war.

Nun trugen sie zusammen, welcher Bedarf besteht und wo Eckhardt bislang alles einzeln hatte beantragen müssen: Krankenkasse, Rentenversicherung, Pflegekasse, Arbeitsamt, Sozialamt, Pflegedienst und andere. „Es gab noch keine Ansprechpartner für das persönliche Budget, weil das System noch nicht installiert war“, beschreibt Friedrich die Suche. Doch schließlich bekam sie zur Budgetkonferenz alle an einen Tisch und eine erste Zielvereinbarung wurde erarbeitet. Statt die Leistungen je nach Zuständigkeit in Gang zu setzen, laufen jetzt die entsprechenden Gelder dafür zentral beim LWV ein. Der überweist das persönliche Budget im Voraus an Eckhardt, und er organisiert sich damit selbst, was er benötigt.

„Ich bin unter die Arbeitgeber gegangen“, schmunzelt er über seine Wandlung vom Leistungsempfänger zum Anbieter von Arbeitsplätzen. Sechs Menschen braucht er für seine 24-Stunden-Pflege, „denn das Beatmungsgerät läuft ja durch“. Alle müssen alles können von der Körperpflege übers Autofahren bis zum Bedienen eines Patientenlifters für den Transfer vom Rollstuhl ins Bett und zurück. Vier Männer und zwei Frauen sind bei dem 41-Jährigen in Vollzeit angestellt und werden aus seinem Budget bezahlt. Er macht mit ihnen die Dienstpläne und Arbeitsverträge, führt Vorstellungsgespräche, wenn er neue Mitarbeiter fürs Team braucht. Der Verein zur Förderung der Autonomie behinderter Menschen in Kassel (fab) übernimmt die Lohnbuchhaltung und die Verwaltung der Verwendungsnachweise. Auch diese Leistung finanziert er aus seinem Budget. Das ist aufwendig, aber der „Budget-Pionier“ sieht für sich nur Vorteile. Nach 16 Jahren Betreuung durch einen Pflegedienst mit relativ starren Abläufen kann er seinen Tagesablauf endlich viel individueller gestalten. „Ein immenser Pluspunkt“, betont er.

Dabei ist ein frei gestalteter Alltag für Karsten Eckhardt schon seit langem mit Einschränkungen verbunden. Als er zehn Jahre alt war, fiel es plötzlich auf, dass er schnell müde wurde, oft hinfiel, Atemaussetzer hatte. Von da an verbrachte er seine Nächte am Beatmungsgerät im Kinderkrankenhaus Park Schönfeld in Kassel, tagsüber, im wachen Zustand, konnte er noch selbstständig Luft holen. Mit 14 saß er bereits im Rollstuhl. Diagnose: eine seltene fortschreitende Muskelerkrankung, die weitgehend unbekannt ist.

„Ich hatte genau zwei Möglichkeiten: mich hängen zu lassen oder die Krankheit anzunehmen. Ich hab’ mich fürs Annehmen entschieden“, sagt er. Einfach so, ohne Pathos. Er machte 1985 seinen Realschulabschluss an der Söhre-Schule in Lohfelden. Anschließend fand er fast zwei Jahre lang keinen Ausbildungsplatz. Dann kam er übers Arbeitsamt und das Internat für Körperbehinderte in Hessisch Lichtenau zu einem Praktikum beim Versorgungsamt. Er rechnet zurück und staunt selbst: „Im September bin ich da schon 22 Jahre beschäftigt“. Wahrlich eine Konstante in seinem Leben.

Karsten Eckhardts Pioniergeist dagegen treibt ihn immer wieder dazu, kleine und große Abenteuer zu bestehen. Er liebt es, ins Kino und in Konzerte zu gehen, gern nimmt er die Kinder seines Bruders (inzwischen 17 und 20) mit. Im Sommer ist er Stammgast im Kasseler Kulturzelt an der Drahtbrücke. „Man findet ja keine Zeit zum Einkleben“, kokettiert er, wenn er an den Stapel Fotos von seiner Australienreise 1994 denkt. Von Melbourne nach Sydney: drei Wochen im Auto die Ostküste entlang – mit Pflegedienst und Beatmungsgerät, das er damals nur nachts brauchte. Für dieses Jahr könnte schon zum vierten Mal Barcelona auf dem Programm stehen. Im eigenen VW-Bus, gesteuert von seinen Assistenten, geht’s an die spanische Mittelmeerküste zu Freunden. Was reizt ihn an der Hauptstadt Kataloniens? „Faszination und die Sonne!“
Irene Graefe

Persönliches Budget:
Seit 1. Januar 2008 können Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung, die einen Anspruch auf Teilhabeleistungen haben, statt Sach- und Dienstleistungen ein persönliches Budget beantragen. Leistungsträger wie die Arbeitsagentur, gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung, Pflegekassen, Sozialhilfeträger und Integrationsämter ermitteln in einer Budgetkonferenz den bestehenden Bedarf und die anteiligen Kosten der einzelnen Leistungen und überweisen ihr Teilbudget an den Beauftragten. In der Regel ist das auch der Träger, der die Hauptleistung erbringt. In diesem Fall ist es anders.
Karsten Eckhardt hat sich wegen seiner guten Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit dem Integrationsamt dafür entschieden, sein Budget beim LWV Hessen führen zu lassen. Mit seinem persönlichen Geld finanziert er nun die Leistungen, die er für sich braucht.
Seine Assistenten, die er selbst auswählt, kennt er zum Teil schon sehr lange. Wenn er Verstärkung oder Ersatz für sein Team braucht, sucht er unter anderem im Internet-Angebot von VbA - Selbstbestimmt Leben e.V., Verbund behinderter Arbeitgeber in München auf www.assistenzboerse.de.
Weitere Informationen zum persönlichen Budget auf www.lwv-hessen.de ig

Zitat:
„Ich wünsche mir, dass der Mut, den Herr Eckhardt als Pionier für ein Trägerübergreifendes Persönliches Budget gezeigt hat, und seine positiven Erfahrungen nach und nach mehr Menschen mit Behinderungen von dieser guten Möglichkeit überzeugen kann“.
Petra Friedrich, LWV-Integrationsamt

Quelle: aus LWV konkret, Ausgabe 2/2010.
Mit freundlicher Genehmigung der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des LWV Hessen





Ein ganz besonderer Tag
Eindrücke vom Girls´Day von Mädchen mit Behinderungen in Hessen

Durch die Initiative des Hessischen Koordinationsbüros für behinderte Frauen sowie aufgrund des Engagements des Hessischen Rundfunks, der Volkswagen AG, der Kanzlei des Hessischen Landtags und verschiedenster Schulen nutzten Mädchen mit unterschiedlichen Behinderungen verschiedene Angebote des diesjährigen Girls’Days und erhielten so einen Einblick in vielfältige berufliche Tätigkeitsfelder.

Mit dem Direktor des Hessischen Landtags ins Gespräch zu kommen, an der Sitzung des kulturpolitischen Ausschusses teilzunehmen, Kennenlernen der verschiedenen Bereiche der beteiligten Unternehmen und Einrichtungen, sowie konkrete, praktische Betätigungen wie das Erstellen von Plakaten, die Arbeit an verschiedensten Werkbanken oder kleine Audiobeiträge produzieren, sind Beispiele der vielfältigen Möglichkeiten, die Mädchen mit und ohne Behinderung am diesjährigen Girls´Day nutzten.

Einige besondere Highlights für die Mädchen:

„Mir hat einfach alles gut gefallen. Das war ein besonderer Tag. Am interessantesten war, dass wir unsere Stimmen mit einem Tonbandgerät aufgenommen haben, dann wurden die Stimmen verändert und man wusste nicht mehr, wer gesprochen hat“, so das Fazit einer Teilnehmerin mit Behinderung.
„Schade, dass mein Vater nicht so ein tolles Auto mit Fernsehen und Autotelefon hat“, war der Kommentar vieler Teilnehmerinnen, die in der Kanzlei unter anderem die Dienstfahrzeuge der PolitikerInnen besichtigten.

Ein anderes Mädchen mit Behinderung meinte, dass sie vor dem Besuch des Girls’Days doch sehr aufgeregt war. Würde sie bei allen Angeboten gut teilnehmen können? Würden die anderen Mädchen komisch gucken, weil sie gehbehindert ist? Dies waren die Fragen, die sie sich vor dem Besuch stellte. Sie war froh, dass eine Freundin sie begleitete.
Doch auch für diese Teilnehmerin war der Girls´Day ein interessanter Tag. „Hätte ich gewusst, wie freundlich und nett alle waren, hätte ich ja gar keine Angst vor diesem Tag haben müssen“, so ihr Fazit.

Alle beteiligten Unternehmen und Einrichtungen sowie die teilnehmenden Schulen, resümierten, dass die durch das Hessische Koordinationsbüro für behinderte Frauen initiierten Kooperationen erfolgreich waren, sodass alle bisher beteiligten Unternehmen und Einrichtungen ihr Angebot im nächsten Jahr wiederholen.
Für 2011 sind bereits erste Vorgespräche für eine Kooperation mit weiteren Unternehmen und Einrichtungen geplant.
Das Hessische Koordinationsbüro für behinderte Frauen nimmt gerne Meldungen von an einer Kooperation mit interessierten Unternehmen, Einrichtungen und Schulen entgegen.
Telefon: 0561 / 7 28 85 - 22, E-Mail: hkbf@fab-kassel.de.

Quelle des Artikels: Rita Schroll, Hessisches Koordinationsbüro für behinderte Frauen







 

Die nächste Ausgabe von
„SELBSTBESTIMMT LEBEN“
erscheint Mitte November 2010!